Am heutigen Freitag lud das Regierungspräsidium Stuttgart zum Schulwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ ein. Mit dabei: die Schulmannschaft der Jerg-Ratgeb-Realschule. Um eine vollständige Mannschaft ins Rennen nach Nürtingen zu schicken, mussten fünf Gewichtsklassen besetzt werden. In den Begegnungen traten dann jeweils die Leicht-, Mittel- und Schwergewichte gegeneinander an und erkämpften mit einem Sieg einen Punkt für ihr Team.
Im Finale des Regierungsbezirks Stuttgart galt es für die JRS, sich gegen die Teams des Johannes-Kepler-Gymnasium Leonberg und des Gymnasium Rutesheim durchzusetzen. Der Auftakt verlief jedoch nicht wie erhofft: Gegen das JKG aus Leonberg blieben die Herrenberger Leichtgewichte ohne Punktgewinn, sodass man sich früh mit einem 0:3-Rückstand konfrontiert sah. Benaiah Weiss und Finn Reiss konnten in ihren Duellen lediglich die Unterbewertung ausbessern, was sich im weiteren Verlauf jedoch noch als entscheidend erweisen sollte. Endstand: 2:3 aus Herrenberger Sicht.
In der anschließenden Begegnung gegen das Gymnasium Rutesheim gelang ein deutlich besserer Start: Philipp Hiller sicherte den ersten Punkt, Leo Reiss erhöhte auf 2:0. Benjamin Krischke zeigte einen engagierten Kampf, musste sich nach intensivem Ringen jedoch geschlagen geben. Für besondere Spannung sorgte die Begegnung von Benaiah Weiss: Nach einer frühen Führung durch einen Hüftwurf kämpfte sich sein Gegner zurück und glich in letzter Sekunde aus – die Entscheidung fiel im „Golden Score“. In einem hochintensiven Duell setzte sich letztlich der Herrenberger durch, indem er erneut seinen dominanten Nackengriff etablierte und so den Rutesheimer ein weiteres mal über seine Hüfte auf den Rücken beförderte. 3:1 für die Judoka des Gäuclubs. Einen fulminanten Schlusspunkt in dieser Begegnung setzte Finn Reiss: mit der ersten Aktion warf er seinen Kontrahenten bereits nach wenigen Sekunden deutlich auf den Rücken, sodass die Kampfrichter die höchste Wertung „Ippon“ vergaben – das vorzeitige Kampfende, vergleichbar mit dem K.O. im Boxen. Damit stand für das Schulteam aus Herrenberg ein überzeugender 4:1-Erfolg zu Buche.
Mit Spannung wurden anschließend die Kämpfe der beiden Gymnasien aus Leonberg und Rutesheim beobachtet. Hier behielten die Rutesheimer knapp die Oberhand und siegten mit 3:2. Mit jeweils einem Sieg und einer Niederlage entschied nun die Unterbewertung, welche Schule den Regierungsbezirk beim Landesfinale am 15. Juli in Sindelfingen vertreten darf. Und hier waren es schließlich die Herrenberger, die sich aufgrund ihres deutlichen 4:1 Siegs über Platz eins und die Qualifikation für die nächsthöhere Ebene freuen durften.
In den kommenden Wochen gilt es nun, die Erkenntnisse aus den einzelnen Kämpfen gezielt aufzuarbeiten, um optimal vorbereitet in das Landesfinale zu gehen. Dort trifft die Mannschaft auf die Sieger der Regierungsbezirke Tübingen, Karlsruhe und Freiburg – mit dem Ziel, sich für das Bundesfinale in Berlin zu qualifizieren.




