Mit einem dritten Platz kehrte das Judo-Team der Jerg-Ratgeb-Realschule Herrenberg vom Landesfinale des Schulwettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ zurück. Nachdem sich die Mannschaft zuvor souverän den Sieg im Regionalentscheid gesichert hatte, vertrat sie am 15. Juli den Regierungsbezirk Stuttgart auf Landesebene.
Rund 2.000 Schülerinnen und Schüler aus 11 Sportarten kämpften an diesem Tag in Sindelfingen um die Titel der Landesmeister sowie in einigen Wettkampfklassen um die Qualifikation für das Bundesfinale in Berlin. Nach der gemeinsamen Eröffnungsfeier im Floschenstadion machten sich die sechs Judoka des JC Herrenberg auf den Weg in den Glaspalast, wo die Wettkämpfe der Sportarten Judo und Fechten ausgetragen wurden.
Zum Auftakt traf das Team auf das Otto-Hahn-Gymnasium Karlsruhe. Die Badener gingen durch zwei Siege in den unteren Gewichtsklassen früh mit 2:0 in Führung. In den höheren Gewichtsklassen entwickelten sich enge und spannende Kämpfe. Zwei Begegnungen gingen dann jedoch im Golden Score knapp verloren. Den einzigen Punkt für die Herrenberger erzielte Benaiah Weiss in der Gewichtsklasse bis 66 Kilogramm.
Im zweiten Mannschaftskampf gegen das Fürstenberg-Gymnasium Donaueschingen, den Vertreter des Regierungsbezirks Freiburg, zeigte die Mannschaft ihr Potenzial. Philipp Hiller und Elyas Yatel brachten Herrenberg mit 2:0 in Führung, bevor Finn Reiss wenig später in der offenen Gewichtsklasse den entscheidenden dritten Sieg zum 3:2-Endstand sicherte.
Im abschließenden Duell gegen das Albert-Einstein-Gymnasium Ravensburg, den Vertreter des Regierungsbezirks Tübingen, mussten sich die Herrenberger jedoch erneut geschlagen geben. Ausschlaggebend waren vor allem die ungünstig besetzten Gewichtsklassen: Mehrere Herrenberger Athleten gingen mit deutlichem Gewichtsnachteil an den Start und trafen auf körperlich überlegene Gegner. Trotz großem Einsatz reichte es deshalb nicht für den Einzug ins Bundesfinale.
Bei der Siegerehrung, durchgeführt vom baden-württembergischen Kultusminister Andreas Jung, durfte sich die Mannschaft dennoch über die Urkunde zum dritten Platz freuen.
Auch wenn das große Ziel, die Qualifikation für das Bundesfinale in Berlin, verpasst wurde, blickt das Team optimistisch in die Zukunft, denn: Alle sechs Judoka sind auch im kommenden Jahr noch in derselben Altersklasse startberechtigt. Dann werden sie als älterer Jahrgang und mit voraussichtlich ausgeglicheneren körperlichen Voraussetzungen erneut angreifen – mit dem klaren Ziel, den Sprung nach Berlin zu schaffen.

v.l.: Trainer Henrik Riester, Elyas Yatel, Benjamin Krischke, Philipp Hiller, Benaiah Weiss, Leo Reiss, Finn Reiss
